BALLET WIESBADEN performs MEDHI WALERSKI'S MAMMATUS/ 30 october 2010 premiere

Imago

Dreiteiliger Ballettabend
Musik von John Adams, Dirk Haubrich u.a.
Choreografien von Medhi Walerski und Stephan Thoss
Premiere
Samstag, den 30.10.2010, 19.30 Uhr
Großes Haus

Imago setzt die Reihe der mit großem Zuspruch aufgenommenen dreiteiligen Ballettabende fort. Die neue Produktion widmet sich dem Phänomen des Bildhaften.

Bilder, Gemälde und Fotos prägen sich im Gedächtnis ein, bleiben im Betrachter haften und lassen sich oft im Nachhinein noch recht eindeutig beschreiben. Tanz und Bewegung dagegen sind viel flüchtiger, weniger zu fixieren. In der Erinnerung wird daraus eher eine Art Film, der viel schneller wieder verblasst, aber dennoch in ihr weiter wirkt. Denn der Tanz ist bestimmt durch Metamorphose und Veränderung, er eignet sich als künstlerisches Ausdrucksmittel insbesondere für jenen Bereich menschlicher Realität, der sich nicht in abgeschlossenen Bildern einfangen lässt.
Imago befasst sich mit der Flüchtigkeit von Bildern und ihren veränderlichen Formen, er entfaltet ein Panorama vergangener und gegenwärtiger Bildwelten.
Zu sehen sind Mammatus des französischen Choreografen Medhi Walerski sowie Poem an Minotaurus und eine Uraufführung von Stephan Thoss.
Mammatus
‚Mammatus‘ von Medhi Walerski hatte Premiere 2008 mit dem Nederlands Dans Theater, dem der Choreograf seit vielen Jahren auch als Tänzer angehört. Benannt nach einer Quellform von Wolken, wirkt das Stück wie ein abstraktes Gemälde, es ist betörend und witzig zugleich – eine Einladung an die Zuschauer zum Träumen.
Poem an Minotaurus
Zu ‚Poem an Minotaurus‘ wurde Stephan Thoss durch vier Werke von Pablo Picasso angeregt. Zudem ließ er sich von anderen Bildkompositionen und biographischen Details aus dem Leben des Malers inspirieren. Einige Werke des Spaniers zeigen die Begegnung teils wesensfremder Kräfte, wodurch eine starke poetische Zündkraft entsteht. Der lebendige Geist, die Ungeduld und Offenheit, mit der Picasso seine Umwelt wahrnahm, und seine unbändige Leidenschaft sind der besonders dynamische Aspekt der Choreografie.

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